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Pulpotomie in Berlin Mitte

Pulpotomie – den eigenen Zahnnerv erhalten

Biologische Zahnmedizin bedeutet für uns auch, körpereigenes, gesundes Gewebe möglichst zu erhalten.

Wenn tiefe Karies den Zahnnerv erreicht

Bei einer sehr tiefen Karies kann die Entzündung bis zum Zahnnerv – der sogenannten Pulpa – reichen. Nach klassischem Behandlungskonzept wurde bei einer stärkeren Entzündung des Zahnnervs häufig eine Wurzelkanalbehandlung notwendig. Dabei wird das Pulpagewebe vollständig aus dem Zahn entfernt.

Die moderne Zahnmedizin eröffnet heute bei ausgewählten Zähnen eine weitere Möglichkeit: die „Pulpotomie“. Dabei wird geprüft, ob ein Teil des eigenen vitalen Zahnnervs erhalten werden kann.

Was passiert bei einer Pulpotomie?

Das Ziel der Pulpotomie in Berlin Mitte ist es, nicht den gesamten Zahnnerv zu entfernen, sondern nur den entzündeten und nicht mehr erhaltungsfähigen Anteil des Pulpagewebes.

Gesundes, vitales Pulpagewebe im Zahn und in den Zahnwurzeln kann dadurch erhalten bleiben.

Der Zahn bleibt somit vital – ein wichtiger Gedanke insbesondere im Rahmen einer biologisch und minimalinvasiv ausgerichteten Zahnmedizin.

Ist eine Pulpotomie auch bei Erwachsenen möglich?

Die Pulpotomie ist insbesondere aus der Kinder- und Jugendzahnheilkunde bekannt. Moderne wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen jedoch, dass Verfahren zur Vitalerhaltung der Pulpa unter bestimmten Voraussetzungen auch bei bleibenden Zähnen erwachsener Patienten eingesetzt werden können.

Ob eine Pulpotomie möglich und sinnvoll ist, muss für jeden Zahn individuell entschieden werden.

Die Entscheidung fällt manchmal erst während der Behandlung

Eine sorgfältige Diagnostik vor der Behandlung ist entscheidend. Dabei werden unter anderem die Beschwerden, die Sensibilität des Zahnes und die Röntgensituation beurteilt.

Der tatsächliche Zustand der Pulpa lässt sich jedoch nicht immer vollständig von außen beurteilen. Deshalb kann sich erst nach Entfernung der tiefen Karies und der direkten Beurteilung des Pulpagewebes zeigen, ob ausreichend gesundes, vitales und erhaltungsfähiges Gewebe vorhanden ist und eine Pulpotomie durchgeführt werden kann.

Striktes biologisches Behandlungsprotokoll

Für den Erfolg einer Pulpotomie ist ein konsequentes und streng einzuhaltendes Behandlungsprotokoll entscheidend. Die Behandlung erfolgt unter Kofferdam und unter möglichst keimarmen, kontrollierten Bedingungen.

Der entzündete Anteil des Zahnnervs wird gezielt entfernt. Das darunterliegende Pulpagewebe wird sorgfältig beurteilt. Zeigt sich hier gesundes, vitales und erhaltungsfähiges Gewebe, wird dieses mit einem bioaktiven Kalziumsilikatzement wie MTA (Mineral Trioxide Aggregate) oder Biodentine® abgedeckt und geschützt.

Diese Materialien sind für den direkten Kontakt mit vitalem Pulpagewebe geeignet. Sie schaffen günstige Bedingungen für die Heilung und die Bildung einer schützenden Hartgewebsbarriere. Anschließend wird der Zahn bakteriendicht verschlossen.

Das biologische Ziel der Behandlung ist dabei entscheidend: Nicht mehr Gewebe entfernen als notwendig – sondern den gesunden und funktionsfähigen Anteil des eigenen Zahnnervs möglichst dauerhaft erhalten.

Wann ist eine Vitalerhaltung des Zahnnervs nicht mehr möglich?

Nicht jeder erkrankte Zahnnerv kann durch eine Pulpotomie erhalten werden. Entscheidend ist, ob nach Entfernung des entzündeten Anteils noch gesundes, vitales und heilungsfähiges Pulpagewebe vorhanden ist.

Bereits bei der Voruntersuchung beurteilen wir die Beschwerden, die Reaktion des Zahnes auf Sensibilitätstests und die Röntgensituation. Bestimmte Befunde können bereits darauf hinweisen, dass eine Vitalerhaltung nicht mehr sinnvoll oder erfolgversprechend ist.

Die endgültige Beurteilung ist jedoch häufig erst während der Behandlung möglich. Nachdem die Karies und der entzündete Anteil der Pulpa entfernt wurden, kann das verbleibende Gewebe direkt beurteilt werden. Dabei spielen insbesondere die Beschaffenheit des Pulpagewebes und die Möglichkeit einer kontrollierbaren Blutstillung eine wichtige Rolle.

Eine Pulpotomie kommt insbesondere dann nicht mehr infrage, wenn der Zahnnerv bereits abgestorben ist, eine Infektion des Wurzelkanalsystems vorliegt oder sich Hinweise auf eine Entzündung im Bereich der Wurzelspitze zeigen.

Auch wenn sich während der Behandlung zeigt, dass kein ausreichend gesundes und erhaltungsfähiges Pulpagewebe mehr vorhanden ist, muss auf eine Vitalerhaltung verzichtet werden.

In diesen Fällen kann eine Wurzelkanalbehandlung notwendig sein, bei der das erkrankte Pulpagewebe vollständig aus dem Wurzelkanalsystem entfernt wird.

Für uns gilt: Ihr Zahnarzt in Berlin Mitte versuchen, den eigenen vitalen Zahnnerv zu erhalten, wenn die biologischen Voraussetzungen dafür gegeben sind – aber nicht um jeden Preis. Die langfristige und sichere Erhaltung des Zahnes steht immer im Vordergrund.

In unserer Praxis Panorama 1 Zahnärzte in Berlin-Mitte ist Frau Dr. Lea Külzer unsere Spezialistin für Pulpotomie und die Vitalerhaltung der Pulpa.

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